Ovid-Handbuch: Leben - Werk - Wirkung
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Seit seiner Genese vor mehr als 2000 Jahren gehört das vielfältige Werk Ovids zu den einflussreichsten der europäischen Literatur. Das vorliegende Handbuch will einen ebenso sachlich-informierenden wie theoretisch-orientierenden Einblick in das Œuvre Ovids, die Wege seiner Erforschung und seine vielfältige Rezeption geben. In essayartigen Beiträgen zu den Kontexten und Voraussetzungen, den Themen und Konzepten der von Ovid verfassten Literatur und der in ihr aufgeworfenen Fragen sollen interessierte Laien ebenso Antworten finden wie Ovid-Experten neue Anregungen beziehen können. Im Zentrum steht die Arbeit am Text; es werden exemplarische, problemorientierte Analysen geboten, um Ovids literarische Ästhetik, seine Erzähltechniken und ihre Kontexte zu veranschaulichen. Im Mittelpunkt steht in allen Beiträgen nicht nur die Frage nach der Bedeutung Ovids für die europäische und außereuropäische Kultur; auch seine Modernität als Autor wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Inhalt Vorwort I Leben und biographische Kontexte 1 Ovid im Kontext der augusteischen Zeit 1.1 Zeitgenossenschaft als Paradox 1.2 Politik des Namens 1.3 Buchstäblichkeit 1.4 Quantenpoetik 1.5 Wie Ovid augusteische Dichtung liest 1.6 Warum Ovid vielleicht mehr ist als ein Zivilisationsliterat 1.7 Abstraktion und Sinnlichkeit 1.8 Politikzertrümmerung 1.9 Lob der Abschweifung 1.10 Das Kraftfeld der augusteischen Literatur 1.11 Das Denken der Schrift und der horror vacui 1.12 Die Geschichte des Todes 1.13 Die definitive Literatur Literatur 2 Die Autobiographie Ovids 2.1 Entstehung und Überlieferung 2.2 Werkbeschreibung 2.3 Analyse 2.4 Rezeption in der Antike Literatur 3 Dichter in Rom 3.1 Ovids series. Dichternetzwerke 3.2 Mäzenatentum. Zwischen patrocinium und amicitia 3.3 Politik und Dichtung 3.4 Dichter in Rom Literatur 4 Ovid und Augustus 4.1 Die relative Chronologie 4.2 Deutungsprobleme 4.3 Die Ars amatoria: Liebe im augusteischen Rom 4.4 Römische Mythen 4.5 Rückblick vom Rand des Imperiums Literatur 5 Heimat und Exil: Sulmo, Rom, Tomis 5.1 Sulmo: Liebliche und freiheitsliebende Heimatstadt 5.2 Rom: urbs und orbis 5.3 Tomis: Zwischen barbarischer Peripherie und regionaler Kultur Literatur II Voraussetzungen 6 Nachfolge griechischer Dichtung 6.1 Vorbemerkungen: Nachfolge oder Suprazeitlichkeit des imaginativen Raums literarischer Praxis 6.2 Ovid und die Amores 6.3 Ovid und die Heroides 6.4 Ovid und die Remedia amoris 6.5 Ovid und die Metamorphosen: Drama und Bildlichkeit 6.6 Ovid und die Fasti 6.7 Ovid im Exil Literatur Weiterführende Literatur 7 Ovids Amores und die römische Liebesdichtung 7.1 Catulls passer und seine Nachkommen 7.2 Catull: Eros und Imperium 7.3 Tibull: Liebe und Utopie 7.4 Properz: Imitatio Augusti 7.5 Ovid: Eine Dialektik der Freiheit Literatur 8 Gattungen im Kreuzfeuer 8.1 Skizze 8.2 Kurze Geschichte der Forschungsdebatte 8.3 Ein ›kanonisches‹ Beispiel: Polyphem und Galatea 8.4 Episches vs. Elegisches: Der Topos des Musenanrufs 8.5 Der seltsame Fall von Merkur und Herse Literatur III Werk 9 Amores 9.1 Entstehung und Überlieferung 9.2 Werkbeschreibung 9.3 Analyse 9.4 Rezeption in der Antike Literatur 10 Heroides 10.1 Entstehung und Überlieferung 10.2 Werkbeschreibung 10.3 Gattungseinordnung; formale und ästhetische Aspekte 10.4 Beispiel: Heroides 8, Hermione an Orest 10.5 Rezeption in der Antike 10.6 Echtheitsfrage Literatur 11 Medicamina 11.1 Entstehung und Überlieferung 11.2 Werkbeschreibung 11.3 Analyse 11.4 Rezeption in der Antike Literatur 12 Ars Amatoria 12.1 Entstehung und Überlieferung 12.2 Werkbeschreibung 12.3 Analyse 12.4 Diskurse: Prinzipat, Gender, Metapoetik 12.5 Rezeption in der Antike Literatur 13 Remedia amoris 13.1 Einleitung 13.2 Werkbeschreibung 13.3 Analyse 13.4 Rezeption in der Antike Literatur 14 Metamorphosen 14.1 Entstehung und Überlieferung 14.2 Eingang 14.3 Werkbeschreibung 14.4 Themen und Gehalt Literatur 15 Fasti 15.1 Entstehung und Überlieferung 15.2 Gliederung und Inhalt 15.3 Analyse 15.4 Rezeption in der Antike Literatur 16 Ibis 16.1 Entstehung und Überlieferung 16.2 Werkbeschreibung 16.3 Analyse 16.4 Rezeption in der Antike Literatur 17 Tristien 17.1 Einleitung 17.2 Inhalt und Analyse Literatur 18 Epistulae ex Ponto 18.1 Entstehung und Datierung 18.2 Werkbeschreibung und zentrale Strukturelemente 18.3 Analyse 18.4 Rezeption in der Antike Literatur 19 Medea, Halieutica und andere verlorene oder unechte Werke 19.1 Einleitung 19.2 Medea 19.3 Halieutica 19.4 Nux 19.5 Consolatio ad Liviam 19.6 Andere verlorene/unechte Werke Literatur IV Ästhetik und Poetologie 20 Literarische Rollen 20.1 Der Dichter der Liebe – Amores, Ars amatoria, Remedia amoris, Heroides 20.2 Der Dichter der Stadt und der Welt – Fasti und Metamorphosen 20.3 Der Dichter des Exils – Tristia, Epistulae ex Ponto und Ibis Literatur 21 Dichtung als Spiel 21.1 Ovidische ludi 21.2 Ovids spielerische Poetik Literatur 22 Rhetorik 22.1 Exemplarische Analysen Literatur Weiterführende Literatur 23 Stil und Erzähltechniken 23.1 Stil 23.2 Narratologie 23.3 Metamorphosen. Alles Wandlung 23.4 Fasti. Ovid als Reporter 23.5 Ars amatoria und Remedia amoris. Pragmatisch klar 23.6 Amores. Anekdotisches 23.7 Heroides. Am Puls des Mythos 23.8 Tristien und Epistulae ex Ponto. Immer dasselbe? Literatur 24 Komposition 24.1 Ovids wohlkomponiertes Leben Literatur 25 Metrum (Hexameter, Distichon) 25.1 Unterschiede zwischen antiker und moderner Metrik 25.2 Lange und kurze Silben 25.3 Hiat, Elision und Aphärese 25.4 Versfüße: Daktylus und Spondeus 25.5 Hexameter 25.6 Zäsuren und Dihäresen 25.7 Pentameter und Distichon 25.8 Besonderheiten der ovidischen Verse Literatur 26 Vorstellungswelten: Illusion, Bildersprache, Gleichnisse 26.1 Oberflächlichkeiten und Untiefen – Ovids Sprachkunst zwischen Sein und Schein 26.2 Als die (Sprach-)Bilder laufen lernten: Figuration als poetisches Programm 26.3 Gleichsam unvergleichbar: Gleichnisse als Sprachspektakel und Inter pretationskrise 26.4 Dichtung und Wahrheit: Vorstellungswelten ohne Netz, aber mit doppeltem Boden Literatur V Themen und Konzepte 27 Mensch und Welt 27.1 Grenzen des Menschlichen 27.2 Dimensionen des Weltbegriffs 27.3 Die Stadt als Kulisse menschlichen Lebens 27.4 Die Ordnung der Welt 27.5 Kosmogonie mit Menschenschöpfung 27.6 Mensch und Moral 27.7 Schöpfung und Metamorphose 27.8 Beständigkeit und Veränderung 27.9 Die Rolle des Dichters Literatur 28 Götter 28.1 Das Spiel mit den göttlichen Zuständigkeitsbereichen 28.2 Mars elegiacus im dritten Buch der Fasti 28.3 Alma dea: Religiöser Synkretismus in Fasti 4 28.4 Der göttliche Blick zurück Literatur 29 Tiere und Pflanzen 29.1 Metapher und Metamorphose 29.2 Beispielanalyse 29.3 Linné im Vergleich 29.4 Fazit Literatur 30 Körperkonzepte 30.1 Form und Körper 30.2 Die Metamorphosen: Verwandlung und Leib 30.3 Beispielanalyse 30.4 Fazit Literatur 31 Männlich, Weiblich 31.1 Geschlecht, Sexualität und Gewalt 31.2 Das weibliche Begehren und die Geschlechtsverwandlung 31.3 Die Minyaden und das literarische Programm 31.4 Spiel mit Weiblichkeit und Männlichkeit in den Heroides Literatur 32 Liebe, Leidenschaft, Erotik 32.1 Erotische Poetik und poetische Erotik 32.2 Mehrdeutigkeit und Erregung 32.3 Erotische Lebensform als Kritik an literarischen und gesellschaftlichen Traditionen 32.4 Die Geschlechter zwischen Gewalt und Freiheit 32.5 Kritik an Kommerzialisierung 32.6 Körperliche und geistige Kultivierung 32.7 Leiden, Lust und Komik 32.8 Liebe, Leidenschaft und Erotik in späteren Werken Literatur 33 Metamorphose: Kontinuität und Wandel 33.1 Einleitung 33.2 Metamorphose und Metapher 33.3 Metamorphose zwischen Entität und Identität 33.4 Die unmögliche Metamorphose Literatur 34 Mythos/Mythologie 34.1 Mythos – Definitionen und Funktionen 34.2 Mythos und Mythologie im Werk Ovids 34.3 Ovids Mythopoetik: Der Fall von Hylonome und Kyllaros 34.4 Hylonome und Kyllaros nach Piero di Cosimo 34.5 Rezeption in der Kinder- und Jugendkultur des 20. und 21. Jahrhunderts 34.6 Ovid in der Werbung Literatur 35 Philosophie und Psychologie 35.1 Feldbestimmungen 35.2 Wandel als philosophische und psychologische Fragestellung 35.3 Naturphilosophie als Ringkomposition in den Metamorphosen 35.4 Wandel als ethische Herausforderung 35.5 Selbstbewusstsein und Sprachverlust Literatur 36 Ars und natura 36.1 Der kleine Unterschied (parvum discrimen, met. 10, 242) 36.2 Kunst vor der Kunst? Opus nulla arte peractum (ars 2, 480) 36.3 Totale Kunst: quo non ars penetrat? (ars 3, 291) 36.4 Latenz der Kunst: ars adeo latet arte sua (met. 10, 252) 36.5 Die Tränen der Heliaden: Identität und Repräsentation 36.6 Metamorphose zwischen Kunst und Natur Literatur 37 Astronomie und Verstirnungssagen 37.1 Bedeutung der Astronomie und Vorbilder Ovids 37.2 Sterne und Verstirnungssagen in Ovids Werken 37.3 Julius Caesars Verstirnung 37.4 Gestirne in den Fasti 37.5 Astronomie als Grundlage für die Berechnung des julianischen Kalenders Literatur 38 Aitiologie und Antiquarismus 38.1 Aitiologische Bedeutungskonstitution der Natur: Welterklärung in den Metamorphosen 38.2 Römische Feste und ihre Ursprünge: Aitiologische Kalenderexegese in den Fasti 38.3 Poetischer Antiquarismus: Ovids vates operosus Literatur 39 Zeitkonzepte und der römische Kalender 39.1 In den Zwischenräumen der Zeit 39.2 Tempora cum causis: Das zeitliche Ordnungsmuster des Jahres in den Fasti 39.3 Aurea aetas: Ovids Rückkehr des Goldenen Zeitalters Literatur 40 Geschichte und Gesellschaft 40.1 Ovid als Kind des Goldenen Zeitalters 40.2 Ein Beispiel: Von den Sarmaten bis zur Solidarność-Bewegung 40.3 Ovid und die globale Gesellschaft im 21. Jahrhundert Literatur 41 Stadt und Land 41.1 ›Stadt und Land‹ im augusteischen Diskurs 41.2 Lektüren: ›Stadt und Land‹ als poetologische Matrix in Ovids erotodidaktischem Frühwerk 41.3 Ausblick: ›Stadt und Land‹ in der Exildichtung Literatur 42 Gewalt und Verbrechen 42.1 Formale und existentielle Gewalt (am. 1, 1 und Pont. 4, 16) 42.2 Der Glanz der Wunde: Gewalt und Schönheit in den Metamorphosen 42.3 Ovids actaeonische Strafe (met. 3, 131–259 und trist. 3, 11) Literatur 43 Wissen und Didaxe 43.1 Vorüberlegungen: Wissen und Didaxe als Inhalt und Form? 43.2 Idem nunc vobis Naso legendus erit (rem. 72): Ovids gegenwendige ›Phänomenologie der Liebe‹ 43.3 Idem sacra cano (fast. 2, 7): Ovids ironische ›Archäologie römischer Kultpraxis‹ 43.4 In nova [...] mutatas [...] formas / corpora (met. 1, 1–2): Ovids poetische ›(Meta-)Morphologie‹ 43.5 Ovids epistemologische und ästhetische Modernität: Ironie und Transgression Literatur 44 Ordnung und Dekonstruktion 44.1 Ipse veni! Präsenz und Absenz (Heroides, Tristia, Amores) 44.2 Centum sunt causae. Zentrum und Spiel (Amores, Metamorphosen) Literatur VI Rezeption 45 Überlieferung, Textausgaben, Übersetzungen, Kommentare 45.1 Buchwesen in der Antike 45.2 Publikation der Werke 45.3 Die Überlieferung der Werke bis zur Renaissance 45.4 Textausgaben und Übersetzungen 45.5 Kommentare Literatur 46 Ovid im Schulunterricht Literatur 47 Ovid in Wissenschaft, Enzyklopädien und Ratgeberliteratur 47.1 Einleitung 47.2 Zeitlicher Abriss Literatur 48 Die erotische Dichtung in der Literatur 48.1 Die Rezeptionsstationen in Antike und Mittelalter 48.2 Renaissance 48.3 Vom Barock bis in die Moderne 48.4 Beispiel Antike: Martial 48.5 Beispiel Mittelalter: Carmina Burana 48.6 Beispiel Renaissance: Petrarca 48.7 Beispiel 18. Jahrhundert: Goethe 48.8 Gegenwart Literatur 49 Die erotische Dichtung in Kunst und Musik 49.1 Bildende Kunst 49.2 Film 49.3 Musik 49.4 Beispiel Malerei – Tizian, Rubens, Boucher 49.5 Beispiel Film – Kubrick Literatur 50 Die Heroides 50.1 Inseln der Rezeption: Spätantike und Mittelalter 50.2 Ovid übertreffen. Die Hochzeit der Heroides in der Frühen Neuzeit 50.3 Getrennte Wege: Adaptionen der Heroides im 18. und 19. Jahrhundert 50.4 Einzelstücke: Bezugnahmen im 20. und 21. Jahrhundert Literatur 51 Exildichtung 51.1 Wesentliche Merkmale der Rezeption 51.2 Von Mandelstams Tristia über Celans »Pontisches Einstmals« zu Marcel Beyers Taistra 51.3 David Maloufs Das Wolfskind 51.4 Christoph Ransmayrs Die letzte Welt Literatur 52 Wirkungsaspekte der Metamorphosen 52.1 Ovids Metamorphosen als Naturphilosophie 52.2 Metamorphose und Morphologie Literatur 53 Die Metamorphosen in der bildenden Kunst 53.1 Ovid in der Kunstgeschichte 53.2 Das Nachleben 53.3 Wettstreit mit Ovid Literatur 54 Die Metamorphosen in der Musik 54.1 Rezeption in der Barockoper 54.2 Beispielanalyse: Monteverdi und Gluck 54.3 Moderne und zeitgenössische Rezeption Literatur Primärtexte Sekundärliteratur 55 Jäger und Gejagter: Actaeon oder Die ›totale Rezeption‹ 55.1 Giordano Bruno, De gli eroici furori (1585) 55.2 Apuleius, Metamorphosen 2, 4–5 (zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts n. Chr.) 55.3 Pierre Klossowski, Le Bain de Diane (1956) 55.4 Ezra Pound, The Coming of War. Actaeon (1915)/Canto IV (1925/30) Literatur 56 Gewalt und Entzug: Apoll und Daphne; Jupiter, Juno und Callisto; Hippomenes und Atalante 56.1 Motivbeschreibung und Analyse 56.2 Rezeption des Daphne-Mythos 56.3 Rezeption des Callisto-Mythos 56.4 Rezeption des Atalante-Mythos Literatur 57 Der Künstler und sein Werk: Arachne, Pygmalion, Daedalus, Marsyas, Orpheus 57.1 Die Allgegenwart von Künstlern und Kunst in den Metamorphosen 57.2 Das Scheitern der Kunst in den Metamorphosen 57.3 Ovids Arachne und ihr Nachleben 57.4 Metamorphosen der Pygmalion-Geschichte Literatur 58 Zwischen Ober- und Unterwelt: Ceres und Proserpina; Orpheus und Eurydice 58.1 Einleitung 58.2 Ceres und Proserpina 1: Ovids Rezeption(en) 58.3 Ceres und Proserpina 2: Ovidrezeptionen 58.4 Orpheus und Eurydice 1: Ovids Rezeption(en) 58.5 Orpheus und Eurydice 2: Ovidrezeptionen Literatur 59 Kältelehren: Ceyx und Alcyone 59.1 T. S. Eliot: Four Quartets (1943) 59.2 Christoph Ransmayr: Die letzte Welt (1988) Literatur 60 Schwere Geburten: Danaë und Semele 60.1 Motivbeschreibung und Analyse 60.2 Rezeption des Semele-Mythos 60.3 Rezeption des Danaë-Mythos Literatur 61 Europa und die Folgen 61.1 Europäische Erzählungen 61.2 Ovids Europa: Traditionsbildung zwischen Ikonisierung und Gewalt 61.3 Von Asien nach Europa 61.4 Von der Alten in die Neue Welt Literatur 62 Hercules und sein Tod 62.1 Hercules in der Antike 62.2 Hercules bei Ovid 62.3 Hercules nach Ovid 62.4 Friedrich Schiller: Das Reich der Schatten (später: Das Ideal und das Leben) 62.5 Friedrich Hölderlin: An Herkules Literatur 63 Ästhetik der Gewalt: Kentauren gegen Lapithen 63.1 Wesentliche Merkmale der Rezeption 63.2 Michelangelos Kentaurenschlacht (um 1492) 63.3 José-Maria de Heredia, Centaures et Lapithes (1888) Literatur 64 Medea und Iason 64.1 Rezeptionsstationen: Medea werden 64.2 Seneca, Medea 64.3 Gillian Flynn, Gone Girl (2012) 64.4 Christa Wolf, Medea. Stimmen (1996) Literatur 65 Medusa 65.1 Medusa als Figur der Ambivalenz 65.2 Ovids Medusa oder monströse Ordnung in den Metamorphosen 65.3 Medusa als Sinnbild der écriture féminine Literatur 66 Inzest-Mythen: Myrrha 66.1 Wesentliche Merkmale der Rezeption 66.2 Myrrha in der moralisierenden Tradition des Mittelalters 66.3 Myrrha in der englischen Literatur der Frühen Neuzeit Literatur 67 Selbstliebe zwischen Subjekt und Objekt: Narziss 67.1 Rainer Maria Rilke: Narziß (Dies also: dies geht von mir aus) 67.2 Friederike Mayröcker: [D]as zu Sehende, das zu Hörende 67.3 János Marno: Narziss richtet sich Literatur 68 Heidnische Hybris: Niobe und die lykischen Bauern 68.1 Die Hybris des Entdeckers und die Hybris des Hybriden 68.2 Niobe: Ted Hughes, Tales from Ovid (1997) 68.3 Die lykischen Bauern: Seamus Heaney, Death of a Naturalist (1966) Literatur 69 Orpheus – zwischen Bacchus und Apollon 69.1 Vergil und Ovid 69.2 Interpretatio christiana: Boethius und Calderón 69.3 Textfäden und Lebensfäden: Poliziano, La fabula di Orfeo 69.4 Humanismus und lieto fine 69.5 Melancholie und Alltag: Orpheus im 20. Jahrhundert Literatur 70 Aus der Hirtenwelt: Pan, Syrinx und Midas 70.1 Pan und Syrinx 70.2 Midas Literatur 71 Perseus und Andromeda 71.1 Kontext und Auswahl 71.2 Klassiker im Vergleich: Ovid und Ariost 71.3 Ovids Modernität: Vom Symbolismus bis zum neuen Jahrtausend Literatur 72 Phaëthon 72.1 Himmelsreisen der Seele 72.2 »Hochmut kommt vor dem Fall« (Sprüche 16, 18) 72.3 Cupido caeli 72.4 Das Erhabene und das Übermenschliche Literatur 73 Das Wissen der Alten: Philemon und Baucis 73.1 Einführung: Was bleibt vom Mythos? 73.2 Ursprung und Rezeption im Ausgang von Ovid 73.3 Jonathan Swift, Baucis and Philemon (1708) 73.4 Italo Calvino, Die unsichtbaren Städte (1972) 73.5 Ausblick und Weiterentwicklungen Literatur 74 Regionale Götter: Picus, Vertumnus und Pomona 74.1 Kontext und Auswahl 74.2 Der moderne Vertumnus: Zwischen Metamorphose und Theater 74.3 Vertumnus im 20. Jahrhundert: Der Übersetzer und der Verbannte Literatur 75 Erotik des Schreckens: Procne und Philomela 75.1 Eine Poetik der Perversion 75.2 Entschärfung und Faszination der Rache 75.3 Shakespeare, Titus Andronicus (ca. 1592) 75.4 T. S. Eliot, The Waste Land (1922) 75.5 Philomela als Modell? Ein Ausblick Literatur 76 Ovids Prometheus: Aspekte der Rezeption 76.1 Menschenschöpfung bei Ovid und im Christentum 76.2 Kunst und Technik 76.3 Dekonstruktion des Mythos Literatur 77 Liebe mit und ohne Aussicht: Pyramus und Thisbe 77.1 Überblick über die Rezeptionsgeschichte 77.2 Augustinus: De ordine 1, 24 77.3 Hartmann von Aue: Erec 77.4 Hasse/Coltellini: Piramo e Tisbe. Intermezzo tragico 77.5 Ausblick Literatur 78 Genealogien: Von Romulus zu Augustus (und weiter) 78.1 Ovid bei Ovid 78.2 Troja- und Augustus-Bezüge in Mittelalter und Früher Neuzeit 78.3 Romulus- und Augustus-Bezüge im italienischen Faschismus Literatur 79 Theseus und Ariadne 79.1 Rezeption: Strand und Labyrinth 79.2 Geoffrey Chaucer, The Legend of Good Women (ca. 1386) 79.3 Sylvia Plath, To Ariadne (deserted by Theseus, 1949) Literatur 80 Trans-Gender-Mythen: Tiresias; Salmacis und Hermaphroditus; Caenis/Caeneus 80.1 Einleitung 80.2 Tiresias (met. 3, 316–338) 80.3 Salmacis und Hermaphroditus (met. 4, 271–388) 80.4 Caenis/Caeneus (met. 12, 168–209; 459–535) 80.5 T. S. Eliot, The Waste Land (1922) 80.6 Sjón, Argóarflísin (The Whispering Muse, 2005) Literatur 81 Pythagoras und die Seelenwanderung 81.1 Einführung: Pythagoras ist (nicht) Pythagoras 81.2 Diskurs über den Vegetarismus: John Dryden 81.3 Poetische Metempsychose: Christoph Ransmayr Literatur 82 Von Griechenland nach Rom: Die Trojaner auf dem (Heim-)Weg 82.1 Die Sibylle und Apollo in der Kunst des 17. Jahrhunderts 82.2 Die Episoden von Scylla und Achaemenides in Blumauers Aeneis- Travestie (1782) Literatur 83 Aitiologische Dichtung: Venus und Adonis 83.1 William Shakespeare, Venus und Adonis (1593) 83.2 Edmund Spenser, The Faerie Queene (1590) Literatur 84 Schöpfungsmythen Literatur 85 Ovid und Europa 85.1 Welche(s) Europa? 85.2 Der Mythos: Kontinent und Königstochter 85.3 Ovids Europa(s) in der Rezeption Literatur 86 Ovid als Autor der Moderne 86.1 Die unbedingten Fragen 86.2 Gewalt und Gewerk oder Die Kunst des Scheiterns 86.3 Paradoxien der Autorschaft 86.4 Automatendichtung 86.5 Im Labor der Moderne 86.6 Existentialpoetik 86.7 Häute lesen 86.8 Politik, substantiell 86.9 Eine Reise in das Andere der Erfahrung 86.10 Die Melancholie am Grunde der Herrschaft 86.11 Der Widerstand ist wirklich 86.12 Das apriori des Sinnlichen: Das Gesicht des Menschen 86.13 Kunst in unvordenklicher Zeit 86.14 Genie und Handwerk 86.15 Eine »Neue Mythologie« avant la lettre 86.16 Kritik in der Krise. Die »Metamorphosen« als Lebendversuch 86.17 Arbeit an der Matrix des Mythos 86.18 Paroxysmen der Moderne: Die maximale Evidenz 86.19 Zeigen, was noch niemand gezeigt hat 86.20 Die phantastische Biographie des Menschen 86.21 Die Philologie und die Metamorphosen der Zukunft Literatur Anhang Werkverzeichnis Ovid mit Textausgaben und Übersetzungen Autorinnen und Autoren Personen- und Werkregister
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