GERMAN

Form und Materie bei Aristoteles: Vorarbeiten zu einer Interpretation der Substanzbücher

Book information

Publisher
JCB Mohr (Paul Siebeck)
Year
2015
ISBN
3161536665, 9783161536663, 9783161537158
Language
german
Format
PDF
Filesize
3 MB (3581471 bytes)
Series
Collegium Metaphysicum; 11
Pages
355\357
Time added
2023-03-06 08:12:46

Description

Der Begriff der Form bildet eines der Zentren des Aristotelischen Denkens. Seit längerer Zeit herrscht jedoch Uneinigkeit darüber, was genau Aristoteles darunter verstanden wissen wollte. Die Vorschläge reichen von der Identifizierung der Form mit der Art bis hin zur Behauptung, sie sei ganz im Gegenteil gerade etwas Individuelles, so daß die Form des Sokrates eine andere wäre als die Platons. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen dabei die sogenannten Substanzbücher (Met. Z, H, Θ). Dies hat zwar einen guten Grund, weil dort die Theorie der Form und damit die Ontologie des Aristoteles ihren Höhepunkt erreicht, ihr Voraussetzungsreichtum wird jedoch oft unterschätzt. Andreas Gasser versucht daher, die Entwicklung des Form-Begriffs von der frühen Kategorienschrift bis zu seiner entscheidenden Modifikation durch die Einführung des komplementären Materie-Begriffs im ersten Buch der Physik nachzuzeichnen und dadurch einer neuen Interpretation der Substanzbücher den Boden zu bereiten. Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Vorbereitende Untersuchung zum Seinsverständnis des Aristoteles 3. Form ohne Materie in der frühen Ontologie der Kategorienschrift 3.1. Zur Echtheit und zum Gegenstand der Schrift 3.2. Die Anteprädikamenta 3.2.1 Die zwei Arten der Prädikation. Erstes Kapitel: 1a 1–15 3.2.1.1 Homonymität und Synonymität 3.2.1.2 Paronymität 3.2.1.3 Zusammenfassung 3.2.2 Die vier Klassen des Seienden. Zweites und drittes Kapitel: 1a 20 – 1b 24 3.2.2.1 Die Klasse der Gattungen und Formen 3.2.2.2 Die Klasse der individuellen Eigenschaften 3.2.2.3 Die Klasse der allgemeinen Eigenschaften 3.2.2.4 Die Klasse des je Einzelnen 3.2.2.5 Zusammenfassung 3.3. Die Unterscheidung zweier verschiedener Arten von Seiendheit im fünften Kapitel der Kategorienschrift 3.3.1 Die Seiendheit als in sich differenzierte Einheit 3.3.1.1 Die beiden Bedeutungen des Ausdrucks οὐσία 3.3.1.2 Das Verhältnis der verschiedenen Arten von Seiendheit zueinander und zum restlichen Seienden 3.3.1.3 Das Verhältnis der Seiendheit zum Unterschied (διαφορά ) 3.3.1.4 Das Verhältnis der Seiendheit zu ihren realen Teilen 3.3.2 Die Seiendheit als τόδε τι und ποιόν τι 3.3.2.1 Ein trügerischer Schein bezüglich der Seiendheit a) Τόδε τι b) Σημαίνειν c) Abschließende Betrachtung des Satzes 3.3.2.2 Die Widerlegung dieses Scheins 3.3.3 Das Verhältnis der Seiendheit zum Wandel 3.3.3.1 Seiendheit und essentieller Wandel 3.3.3.2 Seiendheit und akzidenteller Wandel 3.3.4 Resümee 4. Form und Materie im Kontext der Physis-Wissenschaft 4.1. Die fünffache Bedeutung von Physis (Met. Δ 4, 1014b 16 – 1015a 5) 4.1.1 Physis als Werden des Hervorwachsenden 4.1.2 Physis als Quellgrund des Hervorwachsens 4.1.3 Physis als Quellgrund der natürlichen Bewegungen 4.1.4 Physis als erstes Material 4.1.5 Physis als Seiendheit 4.2 Form, Materie und die Einheit des Physisbegriffs (Met. Δ 4, 1015a 6–19) 4.2.1 Die erste und zweite Bedeutungsebene des Ausdrucks „Physis“ 4.2.2 Die dritte Bedeutungsebene des Ausdrucks „Physis“ 4.2.2.1 Materie 4.2.2.2 Form 4.2.2.3 Die Form als Dynamis und Entelechie a) Dynamis b) Entelechie 4.3 Die systematische Grundlegung des Begriffs der Materie als eines Prinzips des Werdens (Phys. A 5–9) 4.3.1 Form und Privation als Prinzipien des Werdens 4.3.2 Die Einführung des Materieprinzips 4.3.2.1 Die Notwendigkeit einer dritten Physis neben dem Entgegengesetzten 4.3.2.2 Die Binnendifferenzierung des Werdenden und der Seiendheit 5. Abschließende Überlegungen 6. Abkürzungen 7. Verwendete Literatur A) Editionen antiker Texte a) Aristoteles b) Andere antike Autoren B) Sekundärliteratur a) Kommentare und Übersetzungen zu Aristoteles b) Aufsätze und Monographien c) Sonstiges 8. Sach- und Personenregister

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