Das Rote Wien 1919–1934: Ideen, Debatten, Praxis.
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Die ersten freien Wahlen zum Wiener Gemeinderat bringen 1919 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei die absolute Mehrheit. So beginnt ein international beachtetes Reformprojekt, das auf eine tiefgreifende Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt und eine weitreichende Demokratisierung der Gesellschaft zielt. Zentrales Handlungsfeld wird die Wohnungsfrage. Auf der Grundlage von „Luxussteuern" werden bis 1934 mehr als 60.000 Wohnungen sowie zahlreiche Sozial-, Freizeit- und Kultureinrichtungen geschaffen. Die umfangreich illustrierte Publikation fragt nach historischen Voraussetzungen und Wirkungen, den internationalen Einflüssen und der Ausstrahlung nach Außen, nach dem Verhältnis von Ideologie und Pragmatismus sowie nach dem aktuellen Potenzial dieser dynamischen Stadtentwicklung im Zeichen der Moderne. Titelblatt Inhalt Vorwort Einleitung Grundlagen und Voraussetzungen Debatte. Was ist das Rote Wien? Das kommunale Experiment »Was die Sozialdemokraten von der Kommune fordern!« »Eine Kundgebung des geistigen Wien« Austromarxismus Von der Residenzstadt zum Roten Wien Die Finanzpolitik des Roten Wien »Es lebe drum: Die Frau von heut!« Afrika singt »An alle arbeitenden Juden!« Wahlaufruf der jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterorganisation Poale Zion Sozialdemokratie und Antisemitismus Fürsorge Mutter (Rotes) Wien Kinderherberge »Am Tivoli«, 1923 »Diese vitale Stärke« Obdachlos im Roten Wien Schulreform und Bildung Das Rote Wien – eine »Musterschulstadt« Politiken des Aushandelns Paula Deutscher: Aus meiner Arbeitsklasse Volkshochschulen im Roten Wien Sich etwas zu sagen haben »Neues Wissen, neue Kultur!« Die Arbeiterbüchereien Thomas Mann für das Rote Wien Literaturvermittlungen »Aus dem Leben des Kindes für das Leben!« Erinnerung der ehemaligen Schülerin Bella Vichon an die Jugendkunstklasse Franz Cizek Zeichen »vom Kinde aus« Heimatlob ohne Weltbürgertum. Die Entwicklung des Heimatbegriffs während der Jahre des Roten Wien Architektur, Infrastruktur, Wohnen Architektur und Politik lernen vom Roten Wien First encounter: Experiencing Red Vienna in the early 1980s Wilde Siedlungen und rote Kosakendörfer Siedlungsbau am Rosenhügel 1921 »…was den Anbeginn der neuen Gesellschaft bildet«. Die Reformsiedlung Eden als Trojanisches Pferd der Anarchie Die Spülküche von Margarete Lihotzky Leben in der Freihofsiedlung »Ein Werk der Kultur, das weiterbestehen wird in der Geschichte«. Der Karl-Seitz-Hof und das Wohnbauprogramm des Roten Wien Der Karl-Marx-Hof Manfredo Tafuri und die Ideologie der Form Die Fotografien aus dem Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum »Mit dem billigsten Tarif der Welt!“ Warum in Wien auf dem Gasherd gekocht wird Wohnen und Haushalten im Gemeindebau Neue Küchen für neue Frauen Wohnen lehren Kindgerichtete Architektur Städtischer Montessori-Kindergarten Goethehof Amerikanismus im Roten Wien Kommunaler Wohnbau anderswo Mit der Westbahn nach West Yorkshire Im Goethehof Expedition zu Stiege 8 / Tür 7 Kommunikation und Kunst Fotografie, Bildpropaganda und visuelle Kommunikation Arbeiterfotografie Kathederstreithengst Moderne Architektur und Bildstatistik im Roten Wien »Ho-Ruck nach links!« oder der Mehrwert der Bilder Verpasstes Rendezvous im close up Ein Mittelweg. Das Rote Wien und die bildende Kunst Bauplastiken und Denkmäler David Josef Bach Versuche einer musikalischen Proletariatskultur. Die Beethoven-Zentenarfeier 1927 Arbeiterkultur Ein Match um den Sport Der Superblock des Sports Das Bad im Proletenviertel Gewaltsames Ende, Verfolgung und Emigration Album 1934 Der Gemeindebau vom Austrofaschismus bis nach 1938 Das Rote Wien im Exil »Mit einem Lächeln und ausgestreckten Händen« Einige Erinnerungen an meine Eltern, Käthe und Otto Leichter »Wir haben immer mit dem Roten Wien gelebt« »Wien ist eine Stadt, die einem unter die Haut geht, da will man nicht weg« Debatte. Hoffnung auf die egalitäre Stadt Katalog Orte des Roten Wien Autorinnen und Autoren
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