Lesekunst: Eine Theologie Des Lesens
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Theologie des Lesens: das ist eine Folge von ineinandergreifenden Asymmetrien, in der soweit moglich die Behauptung erprobt wird, Lesen fuhre unausbleiblich zur Theologie.In diesem Buch durchlauft Gunter Bader den Weg von der Gewinnung des Themas bis zur Etablierung aktueller Lesekunst. In einer ersten Sequenz aus Buchstabe, Schrift und Text und einer zweiten aus Literatur, Buch und Heiliger Schrift schreitet er vom Elementaren zum immer Komplexeren. Streng konzentriert auf Phanomene des Schriftlichen schliesst er die Reihe des Mundlichen - Laut, Sprache, Rede, Liturgie, Leben, Gesang - solange aus, bis sie sich im Psalter mit Macht ins Lesen drangt. Wahrenddessen reflektiert er in seinen beiden Zwischenuberlegungen "Lesen und Lesen" und "Lesen und Nicht-Lesen" die Erfahrung, die sich uber dem Gang des Lesens einstellt. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis § 1 Theologie des Lesens 1. Theologie a. Theologie – theologia – θεολογία b. Drei Quellen, drei Bedeutungen c. Eine Zweideutigkeit: Schrift und Theologie d. Sacra pagina 2. Lesen a. Vacare deo, vacare lectioni b. Lectio divina und die Regula Benedicti Lesestoff, Lesestil Textgemeinschaft und Texteinsamkeit c. Monastische und scholastische Theologie, monastisches und scholastisches Lesen d. De studio legendi e. De sacra doctrina 3. Theologie des Lesens a. Engführung des Lesens, Engführung der Theologie b. Theologie des Lesens c. Fragen der Durchführung Lesekunst Buchstabe, Schrift, Text, Literatur, Buch, Heilige Schrift Lesen und Nicht-Lesen, Lesen und Lesen Asymmetrien des Lesens Laut, Sprache, Rede, Liturgie, Leben, Psalter § 2 Buchstabe und Laut 1. Beginn mit dem Buchstaben a. Zuviel Bandbreite des Buchstabens b. Zuwenig Bandbreite des Buchstabens c. Buchstabe und Buchstäblichkeit d. Ausgangspunkt 2. Der heilige Buchstabe a. Das delphische E Sortierungen der Vielfalt Vielstimmigkeit Heiligung des E b. Das patmische ΑΩ Differenz Formel und Klang Interjektionen c. Der heilige Buchstabe Synkrisis Ontotheologie und Worttheologie Semantisierung und Symbolisierung Zwei Ordnungen des Buchstabens Buchstabe und Lesen 3. Der buchstäbliche Buchstabe a. Buchstabe und Laut De voce/περὶ ϕωνῆς: Aristotelische Widerspruchsfreiheit und platonisches Paradox De littera/περὶ στοιχείου: Minima pars vocis articulatae und Letter b. Buchstabe und Geist Friedrich Schleiermacher und der Neuprotestantismus Friedrich Schlegel und die Frühromantik c. Der buchstäbliche Buchstabe § 3 Schrift und Sprache 1. Das Schriftprinzip a. Das theologische Schriftprinzip Beginn des Altprotestantismus Ende des Altprotestantismus Martin Luther b. Das philosophische Schriftprinzip Wort und Zeichen Zwei Quellen: Dekonstruktion und Linguistik c. Vergleich 2. Die Schrift – Das Zeichen und die Wörter a. Primäre Oralität Ideographie und Phonographie Bildlichkeit und Nichtbildlichkeit Bedeutung und Unbedeutung b. Primäre Literalität Kalligraphie und Orthographie Schriftprinzip Lesbarkeit c. Zeichen des Zeichens Aristoteles Wilhelm von Humboldt 3. Die Sprache – Stimme, die Worte und das Wort a. Die Stimme Phonologische Engführung Ästhetische Fülle Stimmbruch b. Die Worte und das Wort § 4 Text und Rede 1. Die Sichtbarkeit des Textes a. Materialität Schwarz auf Weiß Schwarzes Feuer auf weißem Feuer Rubrum und Nigrum Papyrus und Pergament b. Medialität c. Metaphorizität Text als Textil Text als Figur 2. Was ist ein Text? – Die Antinomien des Textes a. Geschlossenheit und Offenheit b. Wiederholbarkeit und Unwiederholbarkeit c. Syntagmatik und Paradigmatik d. Begrifflichkeit und Unbegrifflichkeit 3. Die Texttheologie a. Der theologische Text b. Der poetische Text c. Der theologisch-poetische Text 4. Die Rede § 5 Lesen und Lesen 1. Die Etymologien des Lesens a. Das deutsche Lesen (Das lateinische legere) b. Das griechische ἀναγιγνώσκειν, ἐντυγχάνειν c. Das hebräische מקִ רְָא ,ק רָָא d. Doppelsinne des Lesens: Archaisch/Rezent, Anwesend/Abwesend 2. Die Empirie des Lesens a. Die Psychologie des Lesens Sakkade und Fixation Bewegung und Ruhepause b. Die Neurologie des Lesens Lesen als Objekt der Neurologie Lesen als Prozessor der Neurologie c. Zur Kritik des Empirismus des Lesens 3. Die Literalität des Lesens a. Die Pole des Lesens Das Buchstabenquadrat und der melancholische Blick Die Buchstabenlinie und der manische Blick Zwischen den Polen b. Der Fokus des Lesens Die Anagnostik Der explizite und der implizite Leser Der Lesevorgang Literalität und Literarität 4. Die Metaphorisierungen des Lesens a. Die Lesbarkeit b. Die Erfahrbarkeit Lesen und die Metapher der Erfahrung Erfahren und die Metapher des Lesens Lesen und Lesen, Erfahren und Erfahren c. Die Unlesbarkeit oder die Allegorien des Lesens § 6 Literatur und Liturgie 1. Drei Übergänge a. Vom Text zur Literatur b. Vom Lesen zur Wiederholung c. Von der Rede zur Liturgie 2. Was ist Literatur? a. Die definitive Antwort Die Voraussetzungen Poesie, Drama, Erzählung Literatur b. Die problematische Antwort Die Voraussetzungen Hybridität Narrativität und Figuralität Und die Lyrik? c. Der literarische Kanon Kanon als Text Kanon als Ritus 3. Was ist Wiederholung? a. Die Antwort der Literaturtheorie Der prosaisch-literarische Text Der poetisch-literarische Text Die Unterscheidung von Poesie und Prosa Projektion und Reflexion Dieser Gott dieses Textes b. Die Antwort der Phänomenologie Die Mystik der reinen Wiederholung Der Mythos des Fremden Die Epiphanien des Unwiederholbaren Fazit c. Die Antwort der Lesetheologie Kritik der Analogie Kritik des Rituals 4. Was ist Liturgie? a. Die Liturgie als das jeweils Größere b. Die Liturgie als das jeweils Größere als sie selbst c. Die Wiederholung zwischen Literatur und Liturgie § 7 Buch und Leben 1. Was ist ein Buch? a. Der Anfang des Buches Buch als Buch Buch als Gebrauchsmittel Buch als Buch b. Das Buch als Medium Schwache und starke Medien Alte und neue Medien c. Das Ende des Buches Galaktisierung Ende des Buches als Anfang der Schrift Codifizierung und Codierung d. Die Buchmetapher, schwach und stark 2. Das Buch der Natur a. Die Anfänge des Buchs der Natur Der liber naturae Die Sprache der Natur b. Die Enden des Buchs der Natur Der Mundus symbolicus Der Emblematum liber Die Signaturen Buchstabe, Punkt, Komma, Strich 3. Das Buch der Geschichte a. Allegorie und Typologie Buch der Geschichte? Symmetrie zwischen Allegorie und Typologie Typologie eng und weit Ende der Typologie? b. Chronik und Geschichte Die Chronik und das Buch Die Geschichte und das Buch 4. Das Buch des Lebens a. Das Buch als Leben Der liber vitae, liber viventium Das himmlische und das irdische Buch Einzigartigkeit und Einzigkeit des Lebensbuches b. Das Leben als Buch Der Code des Lebens c. Schöpfung und Offenbarung § 8 Heilige Schrift und Psalter 1. Die Verdopplung des Buches a. Das Buch unter Büchern b. Das Buch der Bücher c. Das Buch im Buche 2. Was ist Heilige Schrift? a. Bibel und Literatur Kanonisierung Entkanonisierung Deuterosis b. Bibel als Literatur Bibelwissenschaften und Literaturwissenschaften Bible as literature c. Bibel in der Bibel, Literatur in der Literatur Der Psalter und der Rest der Heiligen Schrift Die Poesie und der Rest der Literatur 3. Was ist Poesie? a. Poesie und Prosa Mythologie, Etymologie Sprache, Schrift Wende Mise en abîme b. Inversionen des Platonismus Platons zwiespältige Poetik Inversion der platonischen Poetik Inversion der modernen Poetik c. Poetizität Die phänomenologische Definition Die strukturalistische Definition Durch und In 4. Was ist Psalter? a. Die Namen des Psalters Buch der Psalmen Psalter Die doppelte Determiniertheit des Psalters und die Differenz von Prosa und Poesie b. Die Poesie des Psalters Rhythmus, nicht Metrum Linie, nicht Parallelismus Lyrik, nicht Epik und Dramatik Oralität, nicht Textualität und Literarität c. Die Theologie des Psalters Rekapitulation Achse und Parallelismus Lyrik und Rhythmus Schrift und Stimme Name und Unendlichkeit § 9 Lesen und Nicht-Lesen 1. Nichtlesendes Nicht-Lesen 2. Lesendes Nicht-Lesen a. Noch-nicht-Lesen b. Nicht-mehr-Lesen 3. Lesen und Nicht-Lesen § 10 Lesekunst 1. Was ist Lesekunst? a. Verbergen und Ausstellen b. Der Terminus Lesekunst c. Zwischen memoria und meditatio d. Vierfache Lesekunst 2. Das sich selbst verbergende Lesen a. Lesen auf Sinn b. Die prinzipielle Zweidimensionalität des Lesens Blinder Fleck Diskontinuität Parallelismus c. Der sich verbergende Name 3. Das sich selbst ausstellende Lesen a. Lesen mit (allen) Sinnen b. Die prinzipielle Eindimensionalität der Lesung und die Vieldimensionalität der Liturgie Lesung als Zitation Lesung als Rezitation Lesung als Psalmodie c. Der sich ausstellende Name 4. Lectio facit theologum Siglenverzeichnis Literaturverzeichnis Bibelstellenregister Personenregister Sachregister
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