Synchronizität, Akausalität und Okkultismus
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C. G. Jung - Taschenbuchausgabe in elf Bänden Herausgegeben von Lorenz Jung auf der Grundlage der Ausgabe Gesammelte Werke Der Seelenforscher und Therapeut C. G. Jung hat sich zeit seines Lebens auch auf jene Bezirke eingelassen, die sich exakter wissenschaftlicher Überprüfbarkeit entziehen, auf Ereigniszusammenhänge, die nicht den Gesetzen von Raum, Zeit und Kausalität der materiellen Welt zu gehorchen scheinen. Seine Neigung zu mittelalterlicher Alchemie, zu Orakel, Astrologie und Mantik, zu paradoxen und parapsychologischen Phänomenen hat ihm viel Kritik - und heute große Anhängerschaft in Bewegungen wie der des New Age - eingebracht. Auf der Suche nach einer geistesgeschichtlichen Tiefendimension für das Unbewußte befaßte er sich mit rätselhaften Bilderwelten, die ihm Bezugssysteme für symbolische Deutungen der psychischen Aspekte zu liefern schienen. Mit dem Begriff »Synchronizität« versuchte er, ein bedeutungsvoll scheinendes Zusammentreffen von Ereignissen zu beschreiben, die in keinem kausalen Zusammenhang stehen, bestrebt, so auch zwei scheinbar unzusammenhängende Wirklichkeiten wie die innere und die äußere in sinnvollen Bezug zueinander bringen zu können. Fasziniert von den okkulten Überlieferungen in den verschiedenen Kulturen, von der Welt des Zufalls und der Koinzidenz, wollte er nicht die spiritistische Literatur bereichern, vielmehr suchte er die Fäden aufzunehmen, die ihn zu Mitteilungen des Unbewußtseins führten, zu Erlebnisdimensionen des Menschen, die für ihn unabhängig von der dinglichen Welt existierten und nur im Austausch mit dieser zu Wandlung und Veränderung führen.
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