GERMAN

Der Schutz des Einfältigen durch den Betrugstatbestand

Book information

Publisher
Duncker & Humblot
Year
2017
ISBN
9783428552894, 9783428152896
DOI
10.3790/978-3-428-55289-4
Language
german
Format
PDF
Filesize
2 MB (1779303 bytes)
Series
Schriften zum Strafrecht; 314
Edition
1
Pages
241\241
Library
elibrary.duncker-humblot.com
Time added
2023-10-14 00:06:07

Description

Es gibt Sachverhaltskonstellationen, in denen die Anwendung des Betrugstatbestands fragwürdig erscheint, weil das Opfer außergewöhnlich leichtgläubig war oder sich besonders fahrlässig verhalten hat. Hierzu zählen beispielsweise sogenannte Abo-Fallen im Internet, rechnungsähnliche Angebotsschreiben, aber auch übertreibende Aussagen im Bereich der Publikumswerbung. Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit das von der herrschenden Meinung vertretene Dogma, dass auch besonders leichtgläubige und sorglose Opfer durch den Tatbestand des Betruges geschützt seien, angesichts bestehender unionsrechtlicher Einflüsse noch aufrechterhalten werden kann. Dabei geht die Arbeit auch darauf ein, wie sich das unionsrechtliche Leitbild vom durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbraucher in den Betrugstatbestand integrieren lässt.»The Protection of Credulous Individuals through the Criminal Offence of Fraud«In Germany, there is a controversy whether the offence of fraud, Sec. 263 of the German Criminal Code, can be applied in cases where the victim was extremely credulous or negligent, particularly with respect to so called subscription traps, invoice-like offer letters, etc. The study analyses relevant opinions in German literature and case law and investigates possible implications of the EU-law principle of the reasonably well-informed, reasonably observant and circumspect average consumer.

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